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Geschichte der VKO

Die VKO ist aus dem Bildungswerk katholischer Orden e.V. (BKO) hervorgegangen, der seinen Sitz in Neuwied hatte. Die Gründungsmitglieder gehörten folgenden deutschen Orden an:

- Barmherzige Brüder von Maria -Hilf
- Arme Dienstmägde Jesu Christi
- Franziskanerinnen von Salzkotten
- Arme Schwestern vom heiligen Franziskus (Schervierschwestern)
- Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung / Olpe
- Franziskanerinnen von der Heiligen Jungfrau von den Engeln

Der BKO e.V. als Rechtsträger der Edith-Stein-Akademie widmete sich überwiegend der Entwicklung, Organisation und Durchführung von Bildungsmaßnahmen in sozial- caritativen Einrichtungen.

Auf Initiative von Schwester Basina Kloos , der damaligen Vorstandsvorsitzenden des BKO, die in Personalunion auch Generalsekretärin der Vereinigung der Ordensoberinnen Deutschlands war, verlagerte sich der Schwerpunkt der Aktivitäten des BKO auf die Unterstützung ausländischer Ordensangehörigen mit Tätigkeit in Deutschland. Ausgangspunkt war hier insbesondere die steuerrechtliche Problematik des Einsatzes in Deutschland. Diese Entwicklung führte 1998 zu einer Änderung des Namens und der Satzung: ab diesem Zeitpunkt entstand die heutige Vereinigung katholischer Orden zur Förderung der internationalen Solidarität e.V. (kurz: VKO).

Aufgabe dieses neuen Vereins war es, als Rechtsträger für ausländische Ordensgemeinschaften in Deutschland zu fungieren. Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit konnte auch für den neuen Verein erreicht werden und somit die steuerliche Befreiung der Aktivitäten des neuen Vereins und seiner Mitglieder sichergestellt werden.

Als nächster Schritt galt es in Kontakt mit den ausländischen Ordensangehörigen zu treten und sie von der Notwendigkeit einer Vereinsmitgliedschaft zu überzeugen. Zum Teil mussten die Vorstandsmitglieder des VKO nach Indien zu den dortigen General- und Provinzleitungen reisen, um ihnen die Notwendigkeit des aufgewiesenen Weges klar zumachen. Desweiteren versuchte man über die deutschen Diözesen und den Deutschen Caritasverband Anschriften ausländischer Orden im Inland zu erhalten und zu einer Informationsveranstaltung ins Mutterhaus der Franziskanerinnen von Waldbreitbach einzuladen.

Im Januar 1999 konnte die VKO dann die Verwaltung aller Gestellungs-, Konvents- und Projektgelder der bis dato bekannten ausländischen Orden mit Aktivitäten in Deutschland durchführen. Die einzelnen in Deutschland tätigen Ordensleute wurden als natürliche Personen Mitglieder des VKO.

Ging es anfangs vorwiegend um steuerrechtliche Fragen, so kamen später ausländer- und sozialversicherungsrechtliche Aufgabenstellungen hinzu.

Im November 2004 verfügte die VKO bereits über 1.000 Mitglieder aus über 60 verschiedenen ausländischen Ordensgemeinschaften (aus Indien, Korea, Nigeria, Polen, Bosnien, Kroatien und Italien). In den folgenden Jahren vollzog die VKO dann eine einschneidende Umstrukturierung : waren bisher die einzelnen ausländischen Ordensangehörigen als natürliche Personen Mitglieder der VKO, organisierten sich die Ordensgemeinschaften nun in Form von rechtsfähigen Vereinen, die als juristische Personen dem VKO als Dachverband beitraten. Als Aufgabengebiet der VKO wurde nun das Befürwortungsverfahren bei der Einreise neuer Ordensmitglieder nach Deutschland immer wichtiger:
Die VKO wurde offizieller Ansprechpartner der Ausländerbehörden und garantierte die Einhaltung eines gewissen Kontingentes an ausländischen Ordensangehörigen (vgl. Befürwortungsverfahren).
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